Tagung 2019

Immer wieder tauchten in der Religionsgeschichte Zeiten auf, die von einer apokalyptischen Stimmung geprägt waren. Mit den neu-
zeitlichen Paradigmenwechseln werden auch die Endzeitszenarien oft säkular oder synkretistisch und halten in diesen Formen auch Einzug in die Popkultur und in die Erfahrungswelt der Jugendlichen.

Wie prägt das einzige prophetische Buch des Neuen Testaments unsere Vorstellungen und welche Impulse kann uns und unseren Schü-
ler*innen dieser Text heute geben?

Der Versuch, Antworten auf diese Fragen zu geben, stellt uns mindestens vor zwei Herausforderungen: Die Botschaft selbst, mit ihren Schreckensbildern, ihren Mahnungen, aber auch ihrem Hoffnungsgehalt und ihrer Sehnsucht ist zunächst im Wortsinn fragwürdig.

Daran anknüpfend wird dann aber auch die Vermittlung des Textes in unsere Zeit und insbesondere in unseren Unterricht zu einer anspruchsvollen Aufgabe.

Die Fortbildung wird versuchen, sich diesen Herausforderungen zu stellen.


  • Autor:Olaf Nicolai

     


Programm

  • Mittwoch

    Uhrzeit Thema Ort
    15:00 Ankunft, Zimmerbezug Foyer
    16:00 Eröffnung der Tagung Raum E201
    16:30 - 18:00

    Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel

    'Hurra, die Welt geht unter!'
    Zur Gegenwart apokalyptischer
    Deutung

    Raum E201
    18:00 Abendessen Restaurant
    19:30

    Gesprächsabend mit Vertretern des Ordinariats

     

    Raum E201
    Anschl.

    Traditionspflege:

    Geselliger informeller Austausch der Tagungsteilnehmer/innen

    Gewölbekeller
         
  • Donnerstag

    Uhrzeit Thema Ort
    7:50 Morgenlob Kapelle
    8:15 Frühstück Restaurant
    9:15-12:30

    Pfarrer Dr. Paul Metzger
    Die Zeit ist nahe! - Die Johannesoffenbarung zwischen Anspruch und Zuspruch 

    Raum E201
    12:30 Mittagessen Restaurant
    - PAUSE -
    15:00 - 17:00 ARBEITSKREISE  
    AK 1 

    Pfarrer Dr. Paul Metzger:

    Die Johannesoffenbarung – ausgewählte Stellen und künstlerische Deutungen

     
     AK 2

    Martina Kraus:

    In der Verantwortung für diese Welt:

    Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ Impulse und Material für das Lernen in
    der Einen Welt

     
     AK 3

     Dr. Ursula Silber:

    "Ein Wort wie Feuer“ – Mit Bibliolog die
    Bibel entdecken und erleben
    Im Arbeitskreis soll selbst ein Bibliolog erlebt, die bibeltheologischen und methodischen Hintergründe reflektiert und die Möglichkeiten, selbst mit dieser Methode zu arbeiten, aufgezeigt werden.

     
     AK 4

    Michael Zimmer:

    „Die Wirklichkeit ist in der Realität oft
    eine Illusion“ oder: „Ich hoffe immer noch, dass Gestern besser wird“

    Hermeneutische Impulse für die schulische Bibelarbeit aus Hirnforschung, Konstruktivismus und moderner Geschichtstheorie

     
      Kaffeepause in den Arbeitskreisen nach
    Absprache
     
    17:15 Eucharistiefeier  
    18:00 Abendessen Restaurant
    19:30 Mitgliederversammlung der Diözesanvereinigung Raum E201
  • Freitag

    Uhrzeit Thema Ort
    7:50 Laudes Kapelle
    8:15 Frühstück Restaurant
    9:15

    Prof. Dr. Ansgar Wucherpfennig

    Die politische Dimension des

    Christseins in der Johannes Offenbarung

    Raum E201
    11:15-12:30

    Plenumsgespräch:

    Auswertung der Tagung

    Raum E201
    12:30 Mittagessen Restaurant

Vergangene Tagungen

2018

Reliunterricht - Unterricht mit Zukunft in einer pluralistischen Gesellschaft?

Ohne Frage wird jede Theologin und jeder Theologe zustimmen, wenn man Erlösung als wesentliches Element der
christlichen Botschaft bezeichnet. Ob und wie die Hoffnung auf Erlösung aber auch deren Spiritualität prägt, ob sie
zur Glaubens- und Lebenswirklichkeit einer Christin oder eines Christen unserer Zeit und unseres Kulturkreises
gehört und ob unsere Schülerinnen und Schüler mit diesem Begriff und der damit ausgedrückten Sehnsucht und
Hoffnung überhaupt noch Berührung haben, ist im wörtlichen Sinne fragwürdig.
Und weitere Fragen verbinden sich mit dem Begriff Erlösung:
Zielt die Hoffnung der Menschen, wo vorhanden, auf eine Erlösung jetzt oder nach dem Tod? Wie drückt sich diese
Hoffnung in anderen Religionen aus?
Welches Gottesbild wird evoziert, wenn Jesu Tod am Kreuz als Erlösungsgeschehen, wenn sein Tod als
sühnendes Opfer gedeutet wird?
Welche konfessionellen Unterschiede sind bei diesem Thema zu bedenken und welche ökumenischen
Perspektiven lassen sich formulieren?
Die diesjährige Tagung wird sich auf die Suche nach Antworten machen.

2016

Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. (1 Kor 15) Der Glaube an die Auferstehung

"Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos." (1 Kor 15) Paulus verbindet mit der Auferstehung eine existentielle Erfahrung. Für die meisten Christen und Christinnen heute ist das Thema Auferstehung mit vielen Fragen verbunden, in besonderer Weise auch für Religionslehrerinnen und -lehrer. Welche Facetten zeigt die Rede von der Auferstehung, auch interreligiös? Wie lässt sich das Thema Auferstehung im Unterricht heute aufgreifen? Können wir so von der Kraft der Auferstehung reden, dass es für Schüler und Schülerinnen Relevanz und Sinn ergibt? Die Fortbildung wird versuchen sowohl das biblische Fundament des Auferstehungsglaubens als auch seine systematische Entfaltung zu beleuchten. Gleichzeitig wird auch danach gefragt, welche Dimensionen von Auferstehung uns heute schon berühren und unser Leben bestimmen.

2017

Reliunterricht - Unterricht mit Zukunft in einer pluralistischen Gesellschaft?

Die Bedingungen unter denen in der Gegenwart Religionsunterricht in der Schule stattfindet haben sich verändert. Die Weltsicht der Schülerinnen und Schüler ist immer seltener von einem christlich-konfessionellen Milieu geprägt, die Anzahl der Getauften in Deutschland sinkt, die gesellschaftliche Akzeptanz eines bekenntnisorientierten Unterrichts wird immer wieder in Frage gestellt - "Der Religionsunterricht in Deutschland steht angesichts gesellschaftlicher, politischer und religiöser Transformationsprozesse vor neuen Herausforderungen" ("Positionspapier der 163 Wissenschaftler" aus demDezember 2016). Die deutschen Bischöfe stellen sich mit der Empfehlung "Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts" (November 2016) diesem Thema, zahlreiche akademische Vertreter der Religionspädagogik beziehen in dem zitierten Papier im Dezember 2016 Position und auch das ZDK gibt im Mai 2017 eine Erklärung zum Religionsunterricht ab. Bereits seit mehreren Jahren ist die Thematik bei der Vereinigung der Religionslehrer im Bistum, auf Landes- und Bundesebene präsent.
Die Tagung in diesem Jahr soll daran anknüpfend eine fundierte Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Situation und vor allem einen konkreten Blick in eine konfessionell-kooperative Zukunft ermöglichen.
Nicht zuletzt soll die Tagung auch eine Plattform liefern, um den Erfahrungen, Erwartungen, Befürchtungen und Hoffnungen der Religionslehrerinnen und Religionslehrer in unserem Bistum Gehör zu verschaffen.

2015

Ferne Schwestern? Wie nah sind uns die Ostkirchen?

Allgemein von der Ostkirche zu sprechen, ist kaum möglich, denn die Ostkirche gibt es nicht. Wir haben es vielmehr mit verschiede-
nen Kirchenkörpern zu tun, und zwar mit drei mehr oder weniger großen Konfessionen, nämlich den Assyrern, den Altorientalen und den Orthodoxen.
Die Ostkirche versteht sich als die Kirche der sieben ökumenischen Konzilien und der Heiligen Väter. Während die Westkirche 21 Konzilien kennt, feiert die Ostkirche sieben Konzilien. Für die Ostkirche hört nach den erstensieben ökumenischen Konzilien eine theologi-
sche Entwicklung auf, denn das Heilsgeschehen in Christus und damit alles, was zum Heil notwendig ist, hat bis dahin seine letzte Formulierung erhalten. Welche Ursachen lassen sich kirchen- und dogmengeschichtlich für diesen Unterschied festmachen, welche Konsequenzen hat dieses
Bekenntnis für Theologie und Liturgie? Wie lässt sich die gemeinsame Wurzel für die 
Ökumene fruchtbar machen? Um im Bild des Tagungsthemas zu bleiben, versucht die Tagung mit einer Einführung in Theologie, Spiritualität und Liturgie der Ostkirche vor allem des byzantinischen Ritus uns unsere in mancherlei Hinsicht vielleicht ferne "Schwester im Glauben" vorzustellen und die Tiefe der familären Beziehung auszuloten.

2014

Gott mehr gehorchen als dem Mammon - nur ein Utopie?

Jesus sagte zu ihm:"Wenn du in der Liebe zu dienen Mitmenschen vollkommen und ungeteilt sein willst, dann geh, verkaufe alles, was du besitzt, und gib das Geld den Armen, so wirst du bei Gott einen unverlierbaren Besitz haben. Und dann komm und folge mir!"(Mt 19,21)

Der Satz aus dem Evangelium sitzt vielen von uns wie ein Stachel im Fleisch. Ist ein wahrhaft christliches Leben in der herrschenden Wirtschaftsordnung überhaupt möglich? Welche Rolle müssten Christen, welche die Kirche in unserer Gesellschaft spielen, um dem Anspruch Jesu gerecht zu werden? Sind wir als einzelne und als Kirche zu wenig prophetisch? Haben wir uns in der Welt zu sehr eingerichtet und mit der Not anderer abgefunden? 

Diesen Fragen, die in der gegenwärtigen Situation täglich an den Aktualität und Brisanz zunehmen, will die Tagung nachgehen. Auf der Basis fundierter fachkundiger Analyse sollen dabei sowohl Antworten für die persönliche Lebensführung als auch Möglichkeiten der thematischen Umsetzung im Kontext von Schule gesucht werden.

Darüber hinaus wird auch wieder viel Raum sein für gemeinsames Gebet und für den kollegialen Austausch.

Das Kloster
gegründet 1218

Das Tagungszentrum

Schmerlenbach ist ein modernes Zentrum, das in entspannter Atmosphäre alle Voraussetzungen für einen erfolgreichen Tagungsverlauf bietet. Eine moderne Tagungstechnik, gepflegte Gastronomie, die naturnahe Lage im Grünen und der persönliche, auf Ihre Wünsche abgestimmte Service sind ein idealer Rahmen für ein Tagen mit Flair.

Am Rande des Naturparks Spessart gelegen reicht die Tradition Schmerlenbachs 800 Jahre zurück. 1218 wurde hier ein Benediktinerinnen- Kloster gegründet, das bis 1808 bestand. Tradition und Moderne prägen heute das Tagungszentrum des Bistums Würzburg, dessen weitläufiger Gebäudekomplex von eine großen Parkanlage und der noch erhaltenen historischen Klostermauer umgeben ist.

Schmerlenbach ist heute ein Tagungshotel im 3-Sterne-Superior-Standard mit 79 Zimmern, 97 Betten und insgesamt 10 Tagungsräumen unterschiedlicher Größe.

Adresse

Tagungszentrum Schmerlenbach
Schmerlenbacher Str. 8

63768 Hösbach


Anreise

Auto

Mit dem Pkw erreichen Sie uns über die A3 Frankfurt-Würzburg und Würzburg-Frankfurt. Aus Richtung Würzburg: Ausfahrt Nr. 62, Waldaschaff/Bessenbach. Aus Richtung Frankfurt: Ausfahrt Nr. 61 Hösbach. Jeweils Weiterfahrt in Richtung Hösbach-Bahnhof und nach dem Kreisel links abbiegen Richtung Haibach und Schmerlenbach. Nach ca. 2 km rechts abbiegen Richtung Aschaffenburg. Nach ca. 200 m rechts: Einfahrt durch den Torbogen auf den Parkplatz des Tagungszentrums.

Nahverkehr

Mit der Bahn fahren Sie bis Aschaffenburg-Hauptbahnhof und weiter entweder mit dem Bus Linie 43 Richtung Waldaschaff, Rothenbuch direkt nach Schmerlenbach, Fahrtzeit ca. 15 Minuten; nur Montag bis Freitag. Vom Hauptbahnhof aus kommen Sie auch bequem mit dem Taxi zu uns. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten.

Bitte beachten Sie: In Hösbach-Bahnhof halten zwar nur wenige Züge, es besteht von dort aber die Möglichkeit, mit dem Bus (Linie 43, Richtung Aschaffenburg) in ca. 5 Minuten zum Tagungszentrum zu fahren (nur Montag bis Freitag). Von der Bushaltestelle in Schmerlenbach bis zum Tagungszentrum sind es noch ca. 250 m zu Fuß.

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